PROJEKTE 

MIT UND VON STUDIERENDEN

SEMINAR DAS DING

Experimentelle Kurzfilme 
 

Einblick in mein Seminar „Das Ding“ – Künstlerische Forschung im Bereich der Medienkunst / Multidiverse Ansätze – 2020-2025


Das Seminar „Das Ding“ ist ein offenes und seit über fünf Jahren regelmäßig stattfindendes Lehrformat, das unter anderem in Kooperationen zwischen der Hochschule Düsseldorf, der Folkwang Universität der Künste und der Universität zu Köln durchgeführt wird. Es bietet den Studierenden die Möglichkeit, sich interdisziplinär mit den Medien Fotografie, Film und Sound experimentell auseinanderzusetzen. 

Am Ende werden die Ergebnisse inszenatorisch oder auch dokumentarisch in einen eigenen experimentellen Kurzfilm zusammengeführt und der breiten Öffentlichkeit präsentiert. 

Im Zentrum des Seminars steht die Frage: Was ist das „Ding“? Dabei handelt es sich nicht um einen konkreten Gegenstand oder eine definierbare Sache, sondern um ein undefinierbares Gefühl, eine Idee, einen Gedanken, eine Erinnerung, ein Etwas, was sich schwer in Worte fassen lässt. Das „Ding“ ist somit ein offenes, vielschichtiges Konzept, das die Studierenden dazu anregt, ihre eigenen inneren Erfahrungen und Wahrnehmungen zu erforschen und dafür eine individuelle visuelle Sprache zu entwickeln, die das Unbeschreibliche sichtbar macht. 

Neben der praktischen Arbeit legt das Seminar zusätzlich einen starken Fokus auf die theoretische Auseinandersetzung mit normierten Gestaltungs- und Erzählperspektiven. Es wird kritisch hinterfragt, wie visuelle Medien Machtstrukturen aufrechterhalten oder diese durchbrochen werden können.
Alle Studierenden lesen am Anfang des Semesters gemeinsam das Buch Rezitativ von Toni Morrison, und wir besprechen im Anschluss eingehend, was wir beim Lesen ganz subjektiv wahrgenommen und gedacht haben. 


Die Zusammenarbeit zwischen den Hochschulen fördert den Austausch der Studierenden untereinander. Sie besuchen sich gegenseitig an den verschiedenen Hochschulen, organisieren gemeinsame Lehrveranstaltungen und arbeiten gemeinsam an Projekten.  

Am Ende des Semesters präsentieren die Studierenden ihre Arbeiten in einer öffentlichen Filmvorführung, die an verschiedenen Orten gezeigt wurde und seit über drei Jahren im Visiodrom in Wuppertal stattfindet. 

Mehr als 600 Studierende haben in den letzten Jahren ihre Kurzfilme präsentiert, über 2800 Besucher*innen haben die Abschlusspräsentationen besucht – was die große Resonanz und das Interesse an den Arbeiten der Studierenden unterstreicht.

Stimmen von Studierenden über das Seminar „Das Ding“ 

 

"Ich fand den Kurs sehr gut, da es mir ermöglicht hat mich mit bestimmten Themen auseinander zu setzen, für die ich ein klares Interesse hat, mich aber nie getraut habe es umzusetzen. Außerdem fand ich es gut, nicht nur Unterrichtsstoff zu lernen, sondern auch allgemeines über das Leben. Durch die Dozentin bekam ich sowohl Motivation als auch Inspiration."

 . 

 

"In meinem zweiten Semester belegte ich bei Marie Köhler den Grundkurs „Bewegtbild und
Sound“, der unter dem Titel „Das Ding“ stattfand. Ihr Unterricht war nicht nur technisch geprägt, sondern auch stark auf das Zwischenmenschliche ausgerichtet. Für meinen einminütigen Kurzfilm lernte ich nicht nur Grundlagen wie Kameratechnik, Komposition und Lichtverhältnisse, sondern profitierte vor allem vom konstruktiven Feedback. Der nicht nur von Marie Köhler, sondern auch von meinen Kommilitoninnen und Kommilitonen kam. Sie schuf eine angenehme und vertrauensvolle Atmosphäre im Seminarraum, die nicht nur den Zusammenhalt in der Gruppe förderte, sondern auch Raum für ehrlichen Austausch bot, etwas, das ich als selten und besonders wertvoll erlebt habe in meinem Studium. Ich bin überzeugt, dass wir nur durch diesen engen Zusammenhalt und die inspirierende Kursleitung eine so überzeugende Abschlusspräsentation im Visiodrom Wuppertal auf die Beine stellen konnten. Dort überhaupt präsentieren zu dürfen, empfand ich als große Ehre und zugleich als Ausdruck des Vertrauens, das Marie Köhler in uns setzte."

 

"Mir gefällt die Freiheit, die uns gegeben wird, um unsere Ideen zu realisieren und das Respekt mit den es umgegangen wird. Ich fühle mich sehr wohl in diese Vorlesung und freue mich immer wieder darauf. :) "

Stimme von studierender Person über "Das Ding"


Das Konzept des Seminars „Das Ding“ fordert Designer*innen auf neu zu Denken. Daraus neues zu lernen und wertvolles mitzunehmen. 

SEMINAR SPEKULATIV – Kooperative Ausstellung

Einblicke in meine Seminare „Das Ding“, "Spekulativ" und "Folkwang spricht"

Künstlerische Forschung im Bereich der Medienkunst / Multidiverse Ansätze – 2021-2022 


Bachelorstudierende aus drei verschiedenen Hochschulen zeigen ihre in Kooperation entstandenen Semesterarbeiten gemeinsam in einer Pop-Up-Ausstellung.

 

"So feiern wir, die Studierenden der FH Dortmund aus dem Kurs Mediale Strategien 3, der Folkwang Universität der Künste aus dem Seminar Folkwang spricht und wir, die Studierenden des ersten Semesters der Hochschule Düsseldorf aus dem Kurs Bewegtbild und Sound – offenes Arbeitsfeld unsere Vernissage der multimedialen Ausstellung „Spekulativ” am Donnerstag den 02.02.2023 um 18:30 Uhr. Am Folgetag ist die Ausstellung von 12 bis 20 Uhr geöffnet. 

Was uns alle vereint, ist unsere gemeinsame Dozentin Marie Köhler und die Auseinandersetzung mit dem „Spekulativen“. Mit einem Etwas, was sich nicht in Worte fassen lässt, einer Gefühlswelt, welche nicht einfach so zu beschreiben ist. Mittels der Fotografie, dem Bewegbild oder anderen medialen Umsetzungsmöglichkeiten haben wir uns auf die Suche nach dem eigenen „Ding“ begeben.

Entstanden sind ganz unterschiedliche Positionen. Was sie vereint, sind unsere Fragen und Beobachtungen die sich mit aktuellen Themen im Hier und Jetzt beschäftigen, mit der Suche nach dem eigenen Anliegen und mit der Frage nach der passenden gestalterischen Umsetzungsmöglichkeit. 

So zeigen wir Arbeiten oder erste Ansätze von Ideen, die ein Wechselspiel zwischen den Medien zulassen und im Gemeinsamen einen Blick auf aktuelle Diskurse eröffnen".

Das Ding ist vage und undefiniert, es scheint uns fern und unnahbar. Laut Duden ist ein Ding, ein „nicht näher bezeichneter Gegenstand, nicht näher bezeichnete Sache.“ [Duden, aufgerufen 22.1.22] Das nicht beim Namen nennen oder auch das nicht beim Namen nennen wollen, erscheint oft leichter als sich mit dem gemeinten Ding auseinander zu setzten. Wie Vilém Flusser in seinem Buch »Dinge und Undinge – phänomenologische Skizzen« schreibt, sind Dinge „durch dicke Schichten der Gewöhnlichkeit dieser Dinge und der Gewöhnung an sie verdeckt und tritt meistens nur bei der Anstrengung zur Entfernung dieser Schicht zu Tage.“ [Vilém Flusser, Dinge und Undinge, Seite 7; 1993] Trotz ihrer scheinbar Banalität, können diese Dinge eine hohe innere Komplexität aufweisen und eine Kausalität uns ergründen die uns nicht bekannt war. Im Buch von Thomas Glavinic »Das größere Wunder« sitzt der Protagonist im Restaurant und starrt auf seine Suppe, folglich kommt eine Text Passage die ich auf die Kausalität, sehr passend finde. „Der Wein muss gekeltert werden, dachte er. Jemand hat die Kuh gemolken, die die Milch gab, aus der die Sahne wurde, die der Koch beigefügt hat. Wer ist Mr. Koch? Wer hat ihn ausgebildet? Sein Meister, war er streng? Wer hat den Ofen gebracht? Das Salz, das der Koch in den Topf warf, wer hat es abgebaut? Wie sieht eine Saline aus? Der Pfeffer in der Suppe, wo wuchs er? Ich esse Brot dazu, jemand hat es gebacken, aus Mehl, das Weizen war. Salzmine, Pfefferschiff. Weizenfeld. Kuhstall. Weingarten. Ofenbauer. Eine Suppe. Darin die ganze Welt.“ [Thomas Glavinic, Das größere Wunder, Seite 135; 2015] Denn erst durch die Ergründung des Dinges erscheint uns eine ganze Welt voller Wissen und neue Erkenntnisse. Denn das Ding kann alles sein und alles kann ergründet werden. Das Ding ist „etwas, was in einer bestimmten Form, Erscheinung, auf bestimmte Art und Weise existiert und als solches Gegenstand der Wahrnehmung, Erkenntnis ist.“ [Duden, aufgerufen 22.1.22] Dieser Podcast ist eine Auseinandersetzung mit Dingen von denen wir glauben, das es sich nicht lohnt, darüber zu sprechen. Es wird versucht in die Tiefe zu gehen und durch die Komplexität der Dinge neue Eindrücke zu gewinnen. 

 

Larissa Zauser über "Das Ding"

Karsten Wickern – Lützerathvorräumung

LÜTZERATH

SEMINAR DAS WIR IM JETZT 

Ein  Ereignis 2022–2023

Einblick in mein Seminar - Interdisziplinäre Projekte

Projektseminar - Das WIR im JETZT / Ein EREIGNIS

Studierende arbeiten innerhalb ihrer Studiengangsdisziplin zusammen mit den Kommilitone*innen der anderen Studiengänge an einem gemeinsamen Projekt, welches sie am Ende des Semesters in ein "Ereignis" übertragen.

_____________

Kampagne von Studierenden gegen Diskriminierungen im Hochschulkontext

Mailing
Betreff: Diskriminierung erfahren? 

Anonyme Umfrage zu Diskriminierungserlebnissen am Fachbereich Design


Guten Tag,

 

wir sind eine Gruppe Studierender, die sich im Zuge eines FH-Seminares inhaltlich mit dem Thema Diskriminierung in Bildungsinstitutionen auseinandersetzt.

 

Die von uns entwickelte Umfrage richtet sich an alle, die sich jemals innerhalb der Bildungsinstitution Fachhochschule Dortmund  durch Aussagen oder Handlungen diskriminiert, angefeindet oder ausgegrenzt gefühlt haben und aufgrund von Machtverhältnissen nie die Möglichkeit hatten, sich zu äußern. 

Wir wollen den Betroffenen zuhören und ihnen einen anonymen Raum bieten.

 

Die Umfrage erfolgt anonym. Bevor wir Ergebnisse der Umfrage im Oktober veröffentlichen, werden diese fragmentiert und großteilig zensiert. 

Das Risiko einer Retraumatisierung und erneuten Diskriminierung wollen wir hierdurch reduzieren.

 

Die Umfrage ist über xxx zu erreichen. 

Dort sind nähere Informationen sowie Hilfe- und Ansprechestellen bei besonders traumatisierenden Erlebnissen zu finden.

 Wir bitten ausdrücklich darum, keine Namen oder andere personenidentifizierende Daten zu nennen!  Weitere Informationen und Kontaktmöglichkeit bei Fragen und Anregungen auf unserem Instagram-Kanal: xxx

 

Vielen Dank

Das Team von Diskriminierung erfahren? / Experienced discrimination?

 

Die gesammelten Ergebnisse aus der Umfrage zum Thema "Diskriminierungserfahrungen im Hochschulkontext", wurden am Ende des Semesters als Manifest vorgetragen. 

 

Im Anschluss daran, wurden die Hochschulstrukturen in einem performativen Akt beerdigt. 

SEMINAR FOLKWANG SPRICHT!

Neue Formate – Podcast und Ausstellungen 2021–2022 

Einblick in mein Seminar - Folkwang spricht! Neue Formate – Multimedia Projekte.


Studierenden aller Fachbereiche an Folkwang sollen gemeinsam Podcasts, Videopodcasts, Videoclips, Live-Streamings, Blogs etc. erstellen, die ihre Arbeiten und ihre Arbeitsprozesse – ihre eigenen sowie die ihrer Kommiliton*innen, gerade auch aus anderen Fachbereichen – reflektieren. 


Dies geschieht zunächst im geschützten Raum der Hochschule, um Experimente zur ermöglichen, die auch scheitern können und dürfen. Gelungene Beiträge sollten aber auch publiziert werden. Neben eher geschlossenen Formaten, die „gesendet“ werden, sollen auch offenere, kommunikative, Diskussionen mit einem externen Publikum einschließende Formate berücksichtigt werden.


Die Studierenden lernen die Mechanismen der digitalen Vernetzung zu verstehen, sie zu bedienen bzw. mit ihren eigenen Inhalten zu befüllen sowie neue Formate dafür zu entwickeln. Sie sollen in der Lage versetzt werden, ihre eigene künstlerische, gestalterische bzw. wissenschaftliche Arbeit im Hinblick auf diese Formate zu reflektieren und sich entsprechend zu äußern. 


Sie können sich mit ihrer Arbeit sowohl innerhalb der fachspezifischen Diskurse als auch in einer breiteren Öffentlichkeit positionieren. Dafür lernen sie unterschiedliche Kommunikationsstrategien kennen. Gleichzeitig lernen sie, andere Künstler*innen, Gestalter*innen und Wissenschaftler*innen zu ihren Arbeiten entsprechend zu befragen. 


Sie erlernen die erforderlichen technischen Abläufe und Geräte (Hardware und Software) und die im Hintergrund von social media ablaufenden algorithmische Prozesse und Filtermechanismen zu durchschauen.

FOLKWANG SPRICHT! FOLGE II 

Dekoration

 

Larissa Zauser

Länge 20:44 Minuten

 

In dieser Folge geht es um Nippes, auch bekannt als Dekorationen. Larissa Zauser war zu Gast in Veras stilvollen Wohnung und begleitet sie in ihrer Reise durch die Bedeutungen der einzelnen Gegenstände. Welcher Wert bleibt und was wird Geschichte?