STUDIERENDE IM DIALOG

Forschung, Kooperationen und freie Projekte

Zentraler Bestandteil meiner Seminare ist die Möglichkeit, dass Studierende immer auch von meiner Praxis und meiner Forschung profitieren können.

Forschungsgruppe DENKLABOR

MULTIPERSPEKTIVITÄT  – seit Sommer 2025

Thema: Eine kritische Reflexion über die Vermittlung ästhetischer Praktiken in der 

Gestaltungslehre an Kunst- und Designhochschulen in Deutschland 


Ziel: Entwicklung neuer Lehrmethoden

Braucht es eine kritische Reflexion über die Vermittlung ästhetischer Praktiken in der Gestaltungslehre an Kunst- und Designhochschulen in Deutschland? 

Gutes Design, eine besondere Gestaltung, zeichnet sich immer durch eine herausragende, ästhetische Sprache aus. Durch die Verbindung von Form und Inhalt kann ein Gedanke, eine Idee, ein Ding, ein Etwas, eine Sache, auf eine besondere Art lebendig und einzigartig werden. Welche ästhetische Sprache brauchen aber zukünftige Designer*innen, um unsere Welt so zu gestalten, dass mehr Menschen miteingeschlossen, als ausgeschlossen werden? Welche kulturellen Einflüsse, welche Sehgewohnheiten, welche

ästhetischen Praktiken beziehen wir in die Gestaltungssprache mit ein?


Das Denklabor bildet den methodischen Kern meines Promotionsvorhabens und soll langfristig als modellhafter Raum für eine gegenhegemoniale Wissensproduktion und -vermittlung fungieren. Es bietet nicht nur Raum für die kritische Analyse der Lehre, sondern erprobt auch konkret alternative Formen des Lehrens und Lernens.


Dieses kollektive Labor verstehe ich als offenen, multidisziplinären Raum, in dem Studierende, Lehrende, Wissenschaftler*innen und Künstler*innen gemeinsam alternative Formen und Methoden des Lehrens und Lernens entwickeln werden, die eine Grundlage meines geplanten Lehrbuchs sein werden.


Anfang 2025 habe ich gemeinsam mit ersten Studierenden der Hochschule Düsseldorf eine kleine Forschungsgruppe gegründet. Es ist mir wichtig, von Anfang an das Erfahrungswissen der Studierenden in die Entwicklung eines geeigneten Forschungsraumes mit einzubeziehen. 

Das Forschungsteam besteht momentan aus vier Studierenden und mir. Zusammen entwickeln wir Konzepte und Strategien, wie das geplante Denklabor in Zukunft so arbeiten kann, dass möglichst viele unterschiedliche Wissenspositionen gehört und berücksichtigt werden.

„Friends not Formalities“ (FnF)

Ein Kollektiv – Ein Freies Projekt von Celine Kapoor

Gründerin und Initiatorin Celine Kapoor über das Konzept
Wir – ein Zusammenschluss junger Künstlerinnen und Gestalterinnen der Hochschule Düsseldorf – haben im Sommer 2025 das Kollektiv „Friends not Formalities“ (FnF) gegründet.

Ziel von unserem Kollektiv ist es, einen Raum für junge Kreative zu schaffen, die bislang keine Plattform gefunden haben. Der Einstieg in die Kunst- und Designszene ist für viele Künster*innen mit großen Hürden verbunden: fehlende Kontakte, kaum Ausstellungsmöglichkeiten, geringe finanzielle Mittel. Zudem ist die kulturelle Öffentlichkeit – gerade im Bereich Kunst und Design – noch immer stark von privilegierten Stimmen geprägt, während viele marginalisierte Gruppen kaum Sichtbarkeit oder Zugang zu den entsprechenden Strukturen erhalten. Ihre Perspektiven, Erfahrungen und Themen bleiben häufig außen vor – obwohl sie gerade in gesellschaftlichen Fragen besonders relevante und authentische Einblicke geben könnten. 


„Friends not Formalities“ (FnF) möchte genau hier ansetzen – als jährlich stattfindendes Ausstellungsformat, das jungen Künstlerinnen und Designerinnen die Möglichkeit gibt, ihre Arbeiten öffentlich zu zeigen, erste Ausstellung Erfahrungen zu sammeln und sich sowohl untereinander als auch mit der professionellen Szene zu vernetzen. 

Wir richten uns gezielt an Nachwuchstalente in der Ausbildung, die bisher keinen Zugang zu etablierten Strukturen haben – darunter auch jene, deren Stimmen im Kulturbetrieb bislang kaum gehört werden. 

Dabei wollen wir bewusst klassische Ausstellungskonzepte hinterfragen und durchbrechen. „Friends not Formalities“ versteht Kunst und Ausstellungen als lebendige, ganzheitliche Erfahrung – nicht als starres Format.