AUSSTELLUNG MARIE KÖHLER

THE WHITE HERO COMPLEX vol. II #weißekomplizinnen

In THE WHITE HEROCOMPLEX - Vol. II / #weißekomplizinnen, geht es um weibliche, mächtige, rassistische und kolonialistische Frauen der letzten 150 Jahre bis heute.
Für Marie Köhler ist es dringend notwendig, den Blick auf eben diese Frauen zu richten, um zu verstehen, warum rassistische Denkstrukturen und Verhaltensweisen bis heute so problematisch und zerstörerisch sind. Es geht zum Beispiel um Frieda von Bülow, Maria Gärtner, Marie Pauline Thorbecke, Magda Göbbels, es geht um Frauen von damals und um Frauen von jetzt und heute.

Und nicht nur klar formulierte, rassistische Äußerungen gehören zum rassistischen Denken und Verhalten, sondern auch verborgen scheinende, manchmal auch unbewusste und unreflektierte Strukturen von Rassismus und Kolonialismus. Verborgen zum Beispiel in der Entwicklungszusammenarbeit, ehemals Entwicklungshilfe, zwischen Europa und Afrika. Hier finden wir weibliche Figuren, die für große Organisationen als Helferinnen vermeintlich Gutes tun und im Gewand des oft Gutgemeinten dazu beitragen, dass Entwicklungszusammenarbeit nach wie vor in vielen Fällen neokolonial strukturiert und einer der größten Wirtschaftszweige weltweit ist.

Frauen werden in der Geschichte meist als Opfer dargestellt und das waren und sind sie auch. Aber dies ist eben nur ein Teil der Geschichte. Was oft fehlt, sind  die Berichte über die Komplizinnen. Frauen, die sich an Grausamkeiten und furchtbaren Taten beteiligt haben. Es geht hierbei um ein wichtiges Gegengewicht. Ein Gegengewicht zum Mythos der immer guten Frau. Die Frau auch als schuldfähig betrachten zu können, bedeutet, sie als vollständiges Wesen anzuerkennen.

Marie Köhler ist Medienkünstlerin und Kuratorin aus Köln. Sie beschäftigt sich seit vielen Jahren in ihren Arbeiten mit vorherrschendem Rassismus, kolonialen Strukturen in der Gegenwart und dem „Weiße Helden Komplex“. Ihre installativen Arbeiten zeigte sie in unterschiedlichen Ausstellungen national und international.

Kuratorin und Künstlerin Marie Köhler / Co-Kuratorin ist die freischaffene Künstlerin, Autorin und Kuratorin Bernice Lysiana Ekoula Akouala. Eigens für die Installation hat der kölner Musiker Henning Brand, eine Soundkomposition erarbeitet.

Ab dem 08.12. ist die neue künstlerische Arbeit THE WHITE HERO COMPLEX Vol 2 / #weißekomplizinnen in der Galerie Halle I der Alten Feuerwache zu sehen. DO 08.12. | 18:30 – 21:00 | Vernissage mit Performance |  
FR 09.12. – SO 18.12. | 16:00 – 21:00 | SA 10.12. 16:00 – 21.30 |Vortrag und Perfomrmance 
MO geschlossen I Eintritt frei

Gefördert durch: Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW
In Kooperation mit: Stadt Köln, der Alten Feuerwache Köln und dem africologneFESTIVAL

 

A Mile in My Shoes: Marie / Gr. 41

„Durch das Wütendsein darauf hab ich gesagt zu meiner Mutter – das weiß ich noch wie heute – dass ich etwas erfinden möchte, wenn ich erwachsen bin, was dazu beiträgt, dass sich das stereotype Bild, also das Bild, was wir haben, von Afrika, in irgendeiner Art und Weise verändert.“


dieMotive

3. September 2021  ·
Eine neue #Episode der dieMotive-Podcastbox ist online. Mit der tollen @mariekoehler_artist.Ein wunderbar kurzweiliges Gespräch. Wir sprechen über Ihre Arbeit in #Südafrika, den #Hochschulbetrieb, das Fotostudium und seine Folgen sowie die Bezahlung und Förderung von Künstler:innen. Und wieso die Muse nicht die Miete zahlt.


Beyond III – [post]colonial Present


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Beyond III – [post]colonial Present


How do contemporary photographers from Africa and Europe, who share the common history of colonialism, approach their very different perspectives on the matter? Are there images of the Other that dominate the visual landscape? And what can we learn from each other?

Western capitalism and globalisation are closely linked to the history of colonialism. It has led to hierarchies and relationships still palpable in the post-colonial present; these structures are reproduced on a daily basis, particularly through images.

Beyond III aims to open a discourse on colonial structures in photography, the power of images in our time and the conditions of image production in a globalised world. Therefore, the initiative invited ten photographers from Africa and Western Europe to participate in an international exchange, to present their work in a magazine, a poster campaign and an exhibition, and to discuss their thoughts and ideas in a dialogue forum.

The project was conceived and realized by Juliane Herrmann (initiator of Beyond and freelance photographer, Cologne) and Marie Köhler (photographer and media artist, Cologne) in cooperation with the Internationale Photoszene Köln, Rautenstrauch-Joest Museum – Cultures of the World and AfricologneFESTIVAL.

Artists : Alexis Tsegba | Federico Clavarino | Holger Jenss | Ilvy Njiokiktjien | Manyatsa Monyamane | Malte Wandel | Nora Hase | Oliver Leu | Paul Shemisi | Puleng Mongale

ARTISTS IN THE BOX (@2020)


ARTISTS IN THE BOX 

Was wäre eine Gesellschaft ohne Kunst? Was wären Museen ohne Bilder? Zeitungen ohne Fotos? Konzerte ohne Musiker*innen? Theater ohne Darsteller*innen? Bücher ohne Texte? Netflix ohne Serien und Filme? Ein Leben ohne Kunst ist nicht vorstellbar. Gerade in schwierigen Zeiten ist Kunst ein wichtiger Anker der Gesellschaft. Deshalb wollen wir mit „Artist in the Box“ einen Beitrag zur Existenzsicherung leisten. „Artist in the Box“ ist ein Projekt von Künstler*innen für Künstler*innen, das auf die Unterstützung von Menschen hofft, die ebenso denken wie wir.

Künstler*innen leben häufig am Existenzminimum. Das ist nicht neu, auf der ganzen Welt gleich – und hat unter anderem dazu geführt, dass sich viele für die Einführung eines „bedingungslosen Grundeinkommens“ einsetzen, wenn auch bislang ohne Erfolg. Umso dramatischer sind die Auswirkungen der Corona-Pandemie. Innerhalb weniger Tage stürzt für viele Künstler*innen alles zusammen. Deswegen haben sechs Kreative aus Köln gemeinsam „Artist in the Box“ ins Leben gerufen.

Wie funktioniert „Artist in the Box“?

„Artist in the Box“ ist eine Plattform für Künstler*innen. Sechzig Künstler*innen aus dem gesamten Bundesgebiet – darunter viele etablierte Namen – verkaufen über www.artistinthebox.com Werke aus den Bereichen Fotografie, Grafik, Illustration und bildende Kunst zu moderaten Preisen. Zudem gibt es die Möglichkeit, Künstler*innen individuell zu unterstützen oder eine Unterstützungszahlung an das Kollektiv zu leisten. 

Auf der Rückseite der eigens für die Aktion angefertigten Drucke findet sich ein „Artist in the Box“-Sticker mit handschriftlicher Signatur. Jeder der unlimitierten Drucke bleibt so ein Original zu einem erschwinglichen Preis.

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MACH DIR EIN BILD


Kamera-Kinder. Schlingensiefs Operndorf aus Sicht der Schüler (3sat Kulturzeit)

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EXHIBITION VIEWS

Exhibition views "8. Mai, our story matters!", Alte Feuerwache Cologne 2021

Exhibition views "CAN I MAKE A PHOTO WITH YOU 1+2, Stadtmuseum Cologne 2019


Exhibition views "CAN A CHICKEN CHANGE THE WORLD?", Matjö Köln 2018

Exhibition views "Muzungu I (THE WHITE HERO COMPLEX), Felxzone 2017

Exhibition views "Muzungu I (THE WHITE HERO COMPLEX), AfriCologne Festival 2017

Exhibition views "Mach dir ein Bild", "KÖSK" Munich 2017

Exhibition views "Mach dir ein Bild", "Museum fünf Kontinente", Munich 2017

Exhibition views "Mach dir ein Bild", Root Foundation, Rwanda 2014

Exhibition views "Mach dir ein Bild", Operndorf Afrika, Burkina Faso 2013

Photos: Chris Wawrzyniak

NEWS

EINLADUNG VORTRAG: Muzungu / Against Stereotype“


NEWS

Ausstellung: „Mach dir ein Bild“: Kösk München
20.3.–8.4.2018 / Jeden Tag von 13–17 Uhr geöffnet


NEWS

Kids behind the camera. Mach Dir ein Bild
Ein Projekt von Marie Köhler mit Kindern aus Burkina Faso und Ruanda
Museum Fünf Kontinente München


NEWS

DOPPELAUSSTELLUNG: „MACH DIR EIN BILD“ + „MUZUNGU (THE WHITE HERO COMPLEX“ 
beim AFRICOLOGNE FESTIVAL